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«It'll be some Shots Fired tonight»
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«It'll be some Shots Fired tonight»

Der dritte Anschlagsversuch auf Trump, ein Lehrer des Monats mit einer Schrotflinte und ein sehr bequemer Zufall mit dem Ballsaal-Rechtsstreit.

«It’ll be some Shots Fired tonight»

Das verkündete heute Donnie J. Trump. Nun ja… so kam es dann auch.

  1. April 2026, ~20:35 Uhr ET (02:35 Uhr Wiener Zeit). Das White House Correspondents’ Dinner, Washington Hilton. Journalisten, Beamte, Smokings — und ein Mann mit Schrotflinte, Pistole und Messern. Der dritte Anschlagsversuch auf Donald Trump seit 2024.

Der Verdächtige — Cole Tomas Allen, 31 Jahre alt, aus Torrance, Kalifornien — wurde nach der Schießerei in der Nähe des Sicherheitscheckpoints festgenommen. Laut Reuters schoss er mit einer Schrotflinte auf einen Secret-Service-Agenten, bevor er schnell überwältigt wurde.

Nach aktuellen Berichten hatte der Angreifer am Freitag — einen Tag vor dem Dinner — als gewöhnlicher Gast im Washington Hilton eingecheckt. Die Hotellobby bleibt während des WHCD für Hotelgäste geöffnet — gängige Praxis. Der Haupt-Checkpoint mit Metalldetektoren stand nicht am Hoteleingang, sondern näher am Ballsaal. Aufnahmen zeigen: Die Sicherheitsleute bauten in diesem Moment die Metalldetektoren ab — Trump saß bereits im Saal, der Eingang war geschlossen, also begannen sie mit dem Abbau. Allen nutzte genau dieses Zeitfenster. Laut Washington Post lief er etwa 60 Fuß nach dem Checkpoint und gelangte bis zur oberen Treppenstufe, die zu den Türen des Ballsaals führt.

Aber das ist alles Nebensache. Fragen wir uns lieber, wie das überhaupt passieren konnte. Trump ist kein Idiot, und sein Sicherheitsdienst auch nicht. Sie wussten sehr wohl, dass so etwas möglich ist. Würden sie wirklich mit dem Leben des Präsidenten spielen? Das glaube ich nicht.

Die Frage ist nicht, ob die Gäste in Gefahr waren — sondern wie er überhaupt dort hineinkam. Was wäre gewesen, wenn der Angreifer ordentlich schießen könnte? Haben sie ihn einfach übersehen? Zu viele Zufälle.

Zwei Szenarien:

1) Der Schütze war mit jemandem aus dem Hotel oder der Sicherheit abgesprochen. Das war offensichtlich nicht spontan — höchstwahrscheinlich die Haupttheorie der Ermittler.

2) Die Verschwörungstheorie.

Und hier wird es interessant.

Trump befindet sich seit Längerem im Konflikt um den Bau eines neuen Ballsaals auf dem Gelände des Weißen Hauses. Das Projekt ist umstritten: Kritiker sprechen von Verfahrensverstößen, der Zerstörung eines historischen Teils des Komplexes und der Umgehung normaler Genehmigungsverfahren. Der Rechtsstreit zieht sich seit Monaten hin. Ein Berufungsgericht erlaubte die vorübergehende Fortsetzung der Bauarbeiten — die nächste Anhörung ist für den 5. Juni angesetzt.

Und dann — ein fast filmreifer Zufall.

Beim WHCD-Dinner versammeln sich nicht nur Journalisten. Dort sind der Präsident, die First Lady, der Vizepräsident, Minister, Geheimdienstchefs, Diplomaten. Jede Bedrohung dort wird automatisch zur nationalen Sicherheitsfrage. Allen versuchte tatsächlich, in den Saal einzudringen, war bewaffnet, verletzte einen Secret-Service-Agenten — und wurde vor dem Ballsaal gestoppt.

Und unmittelbar danach macht Trump genau den politischen Zug, den er brauchte: Er verknüpft den Angriff mit dem angeblichen Bedarf des Landes nach einem gesicherten Ballsaal direkt auf dem Gelände des Weißen Hauses.

Trumps Truth Social Post über den Ballsaal

Washington Post, Fortune und Washington Examiner berichten direkt: Trump nutzte den Vorfall als Argument für sein Bauprojekt.

Ein Zufall? Ich glaube es nicht. Zu bequem.

Bis zum 5. Juni muss politischer Druck aufgebaut werden. Jeder Richter, jeder Kritiker, jeder Kläger soll nicht wie ein Verteidiger des historischen Erbes aussehen, sondern wie jemand, der die Sicherheit des Präsidenten behindert.

Ich tendiere zur zweiten Version. An Zufälle glaube ich nicht.

Und das Fazit ist, wie immer, dasselbe: Absolut Democracy.

© Seal